Handy-Erfinder: Zukunft der Smartphones basiert auf Implantaten

Hände halten futuristische Smartphones.
Der Handy-Erfinder Martin Cooper blickt der Zukunft optimistisch entgegen. (Symbolbild/ NightCafe)

Nach Martin Cooper, der weitläufig als der Erfinder des modernen Mobiltelefons gilt, wird die Zukunft der Mobiltelefonie auf Hörer-Implantaten im Ohr basieren. Dies äußerte Cooper gegenüber dem Nachrichtennetzwerk CNBC auf dem Mobile World Kongress in Barcelona.

Zudem sollen laut dem 94-jährigen US-Amerikaner Cooper solche Geräte nicht mehr manuell geladen werden müssen. Schließlich sei der menschliche Körper das „perfekte Ladegerät“. Durch die Nahrungsaufnahme werde dem Körper Energie zugeführt. Ein Teil davon werde in das Implantat gespeist, so Cooper.

Für Cooper sei die Entwicklung der Mobiltelefone im Laufe der Jahre stagniert. Besonders der Formfaktor würde den Anforderungen nach wie vor nicht gerecht werden: „Immer, wenn ich einen Anruf tätigen muss und keinen Kopfhörer habe, muss ich dieses flache Stück Material an meinen verschränkten Kopf halten und meinen Arm in einer unbequemen Position halten“.

Die Vorstellung eines Ohrhörer-Implantats folgt den technologischen Trends zahlreicher Großunternehmen wie Elon Musk’s Neuralink, die eine Brücke zwischen modernster Technik und menschlicher Kognition durch Chip-Implantate in das menschliche Gehirn zu schlagen versuchen.

Optimismus trotz Schattenseiten der Technik

In dem CNBC-Interview äußerte sich Martin Cooper aber auch zu den negativen Folgen seiner Erfindung. So wären neben dem Datenschutz auch die Abhängigkeit von technischen Geräten die größten Schattenseiten.

Dennoch sieht der Elektroingenieur einer positive Zukunft entgegen: „Ich habe einen fortbleibenden Glauben in die Menschheit“, so Cooper. „Wenn ich mir die Geschichte anschaue und all die Fortschritte, die wir mit der Technik machten, haben die Menschen es immer hingekriegt.“

„Die Menschen sind jetzt besser dran. Sie leben länger. Sie sind reicher und gesünder als jemals zuvor. Es gibt Hoch- und Tiefphasen, aber grundsätzlich befindet sich die Menschheit im Fortschritt.“, sagte Cooper der CNBC.

Entwicklung zum portablen Computer nicht vorhersehbar

Die Entwicklung der Mobiltelefone hin zu den tragbaren Computern war für Martin Cooper jedoch nicht absehbar. „50 Jahre vorher war es noch eine primitive Zeit. Es gab kein Internet. Keine integrierten Schaltkreise im größeren Maßstab, keine Digitalkameras.“

„Die Idee, dass das Telefon eines Tages zu einer Kamera und einer Enzyklopädie werden würde, kam uns nie in den Sinn.“ Doch mittlerweile sei das Mobiltelefon sogar zu einer Erweiterung des Menschen geworden.


QUELLE: – Interview-Video: Mobile phone inventor: Next generation will have devices in their skin (cnbc.com)

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Jan ist der Hauptautor von beachtenswert.info und freut sich immer über Feedback. Mit journalistischer Erfahrung seit 2012, als Buchautor aktiv und mit großer Passion für das Weltenbummeln (mit Betonung auf Bummeln.)