Neue Studie zu Schlafqualität und Glauben an Übernatürliches

Schlafzimmer im Schatten.
Der Studie zufolge glauben Menschen, die an Schlaflähmung leiden, eher an die Existenz von Ausserirdischen. (Symbolbild erstellt mit NightCafe)

Eine im Journal of Sleep Research veröffentlichte Studie zeigt, dass schlechter Schlaf mit paranormalen Überzeugungen zusammenhängt. Demnach glauben Menschen mit Schlaflosigkeit und Schlaflähmung häufiger an Geister, Außerirdische und ein Leben nach dem Tod.

Eine Forschungsgruppe am Psychologischen Instituts der Goldsmiths University in London machte sich zum Ziel, die Verbindung zwischen dem Glauben an das Paranormale und der Schlafqualität zu untersuchen um „eine alternative Erklärung“ dafür zu finden, dass Menschen nachts etwas wahrnehmen, das sie für einen Geist oder Dämon halten. 

Die Forschergruppe führte eine Umfrage unter 8.835 Teilnehmern durch. Dabei erhob die Studie von den Teilnehmern Angaben zu demografischen Merkmalen, Schlafstörungen und paranormalen Überzeugungen.

Die Studie belegt, dass Menschen, die an Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit und Schlaflähmung leiden, eher dazu neigen, paranormale Überzeugungen wie das Überleben von Seelen nach dem Tod, die Kommunikation mit dem Jenseits und die Existenz von Geistern, Dämonen zu befürworten.

Schlaflähmung und das Phänomen des explodierenden Kopfes

Phänomene wie die Schlaflähmung und das Syndrom des explodierenden Kopfes – bei dem man beim Einschlafen oder mitten in der Nacht durch einen als laut wahrgenommenen Knall im Kopf geweckt wird – wurden von Teilnehmern mit dem Glauben an den Besuch Außerirdischer auf der Erde in Verbindung gebracht, berichtet businessinsider.com

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Das Phänomen der Schlaflähmung wurde ebenfalls stark mit dem Glauben an Nahtoderfahrungen als Beweis für ein Leben nach dem Tod in Verbindung gebracht. 

Besonders die isolierte Schlaflähmung – bei der eine Person bei Bewusstsein und wach ist, sich aber nicht bewegen kann, ohne andere Symptome einer Schlafstörung wie Narkolepsie zu zeigen – korrelierte statistisch ebenfalls mit der Überzeugung, dass Nahtoderfahrungen ein Beweis für ein Leben nach dem Tod sind, so die Studie.

Erkenntnisse für klinische Diagnostik nützlich?

„Berichte über paranormale Aktivitäten oder anomale Überzeugungen könnten als scheinbarer Beweis für schwerwiegendere Störungen wie Schizophrenie, schizotype Persönlichkeitsstörung oder Depression mit psychotischen Zügen missverstanden werden“, heißt es in der Studie. 

Weiterhin könnten die vorgestellten Ergebnisse Fachärzte ermutigen, neben anderen Formen der Psychopathologie auch relevante Schlafstörungen und Parasomnien bei der Diagnose in Anbetracht zu ziehen. Eine differenzierte Diagnose könnte wichtige Auswirkungen auf die Behandlung haben.

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