Whistleblower bezeugt vor US-Kongress die Forschung an Ufos

Eine Darstellung von dem US Kongress.

Der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter David Grusch hat im US-amerikanischen Kongress über ein Regierungsprogramm zur Untersuchung ausserirdischer Technologie ausgesagt. Die Forschungen sollen seit Jahrzehnten von Zweigstellen von Geheimdiensten ausgeführt worden sein. Das Besondere an dieser eidesstaatlichen Anhörung: Grusch verfügt nach 14 Jahren im Dienst der Airforce und der NGA (Nationale Behörde für Geographische Aufklärung) über einen hervorragenden Leumund. Die Anhörung wurde weltweit öffentlich übertragen.

Ausserirdische Technologie und Reverse-Engineering

Grusch führte bis Anfang 2023 eine Pentagon-Arbeitsgruppe an, die UAP-Phänomene (Unidentified Aeral Phenomena) untersuchte. Er erklärte in der Anhörung vor dem US-Kongress, dass er während seiner Untersuchung von Geheimdienstprogrammen über ein „mehrere Jahrzehnte dauernden Programm zur Bergung und dem Reverse-Engineering“ von Technologie aus UAP-Funden informiert wurde. Grusch sagte, ihm sei der Zugang zu diesen Programmen im Rahmen seiner Untersuchung verwehrt worden, als er darum bat.

Auf die Frage von der US-Spitzenpolitikerin Alexandria Ocasio-Cortez hin, ob Grusch in der Lage sei, ihr zu zeigen, wo genau sie nach weiteren Hinweisen suchen müsse, entgegnete Grusch, er könne sie durch Hinweise zu den exakten Orten führen. Er könne ihr diese Information aber nur vorgeschlossenen Türen mitteilen.

Vergeltung für UAP-Zeugen?

Wie Debrief zuvor berichtete, teilte Grusch im Juli 2021 vertrauliche, klassifizierte Informationen über die Zurückhaltung von UAP-bezogenen Informationen gegenüber dem Kongress mit dem Generalinspekteur des Verteidigungsministerium.

Er glaubte, dass seine Identität und die Tatsache, dass er diese Aussagen gemacht hatte, innerhalb des Verteidigungsministeriums und der Geheimdienstgemeinschaft außerhalb des Büros des Generalinspekteurs „an Personen und/oder Einheiten“ weitergegeben wurden. Eine vermutete Absicht von Seiten der Mitarbeiter der Büros des Verteidigungsministerums wies er jedoch ab.

Als Folge davon erlitt Grusch nach eigener Aussage seit 2021 monatelange Vergeltung und Repressalien im Zusammenhang mit diesen Offenlegungen. Er bat darum, dass Details dieser Repressalien zurückgehalten werden, um die Integrität der laufenden Untersuchung zu schützen.

Während der Befragung sagte Grusch, er habe Kenntnis von weiteren Personen, die verletzt oder geschädigt wurden, um die geheimen Forschungsaktivitäten vor der Öffentlichkeit zu verschleiern. Auf die Frage hin, ob er Angst um sein Leben gehabt hätte, antwortete Grusch mit „Ja“.

UAP-Zeugen kritisieren Erfassungssysteme

Neben Grusch hörte das Gremium bei der Anhörung Zeugenaussagen von Ryan Graves, einem ehemaligen Marinepiloten, der über Begegnungen mit UAP während Trainingsmissionen gesprochen hat. Ein weiterer Zeuge war der Pilot David Fravor, der während eines Fluges vor der Küste Kaliforniens im Jahr 2004 ein großes Objekt sichtete, das in dem mittlerweile berühmten „Tic Tac“-Video festgehalten wurde.

Alle drei Zeugen sagten, dass die aktuellen Erfassungssysteme der Regierung unzureichend seien, um UAP-Begegnungen zu untersuchen. Zudem würden sich für Piloten und Beamte viele Nachteile ergeben, die mit ihren Erfahrungen und Zeugen-Aussagen über Ufos an die Öffentlichkeit gehen.

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