Falsche Geistheilerin nach 3 Mio. Dollar Betrug verurteilt

Eine Frau hinter Gefängnisgittern.
Das selbsternannte Medium wurde zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt (Symbolbild)

Eine Frau aus Miami, Florida wurde wegen eines millionenschweren Betrugs zu fast drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die 51-Jährige gab sich als Hellseherin aus und betrog eine Kundin zusammen mit ihrem Komplizen um über 3. Mio. Dollar. Die Frau wurde zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt, während ihr Komplize zu drei Jahren und zwei Monaten verurteilt wurde. Beide müssen außerdem eine Entschädigungszahlung in Höhe von 3,198 Millionen Dollar an das Opfer leisten.

Das selbsternannte Medium freundete sich 2012 mit ihrem Opfer an und überzeugte dieses, dass über ihrer Familie ein Fluch liege. Wie die Miami New Times berichtet, versprach die Geistheilerin nicht nur den Familienfluch aufzuheben, sondern auch den verstorbenen Vater der Klientin im Jenseits zu kontaktieren.

Über einen Zeitraum von 3 Jahren bezogen die Geistheilerin und ihr Komplize und Ehemann eine Summer über 3.2 Mio Dollar für ihre Dienste. Nach Angaben der Miami New Times finanzierten die Täter mit dem Geldbetrag unter anderem ein Haus, einen Jeep und Casino Spiele um hohe Geldbeträge.

Laut Presseberichten überzeugte die Geistheilerin ihre Kundin, ein Reinigungsritual mit größeren Geldbeträgen vollziehen zu müssen, um den Fluch aufzuheben. Zudem behauptete das Medium, der Fluch würde fortbestehen und schlimmer werden, sollte das Reinigungsritual abgebrochen werden.#

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Die Kundin hatte die Geistheilerin vor 15 Jahren in deren Wahrsager-Laden kennengelernt. Nachdem diese sich als geistige Beraterin bezeichnete, wurde die Beziehung zwischen Opfer und Täter über gemeinsame Besuche der örtlichen katholischen Gemeinde hinweg intensiver.

Ab 2013 begann das Opfer der selbsternannten Geistheilerin Geld in Teilbeträgen ab 200.000 Dollar bis zu einer Summe von insgesamt 1.6 Mio. Dollar zu zahlen. In den folgenden drei Jahren bezahlte das Opfer weitere 1,59 Millionen Dollar durch Schecks und Überweisungen.

Als das Opfer die Geistheilerin später informierte, dass sie die Zahlungen nicht mehr aufwenden konnte, da sie ihre Mutter unterstützen müsse, brach die Täterin den Kontakt ab. Nach Angaben der Miami Times wandten sich die betroffene Frau und ihr Anwalt 2016 an die Strafverfolgungsbehörden und meldeten die Täterin dem FBI, dem Miami Police Department und dem Coral Gables Police Department.

Anklage erst nach 15 Jahren Betrug

Eine Anklage wurde jedoch erst nach einem Treffen zwischen dem Opfer und der Steuerbehörde im Jahr 2020 erhoben. Nach Angaben der Miami New Times argumentierte die Täterin vor Gericht, dass die von ihr durchgeführten Zeremonien Ausdruck ihrer Religion waren und ihre Klientin das bekommen hätte, was vorher vereinbart wurde.

Dies konnte den verantwortlichen Richter Edwin Torres nicht überzeugen. Im Mai verkündete der Richter, dass die Staatsanwaltschaft, selbst wenn die Kundin nicht mit der Rückgabe des Geldes rechnete, den Betrug nachweisen könne, indem sie beweist, dass die Geistheilerin ein Scharlatan war, der nicht wirklich an die Rituale glaubte.

Nachdem sich das Gerichtsurteil abzeichnete, haben sich die Täter mit der Staatsanwaltschaft geeinigt, um Jahrzehnte hinter Gittern zu vermeiden. Aufgrund der Vorstrafen im Zusammenhang mit Drogendelikten fiel die Haftstrafe des männlichen Komplizen etwas höher aus. Zusätzlich zu den Haftstrafen wurde das Paar dazu verurteilt, dem Opfer die fast 3,2 Millionen Dollar, die sie ihr im Laufe der Jahre abgenommen hatten, vollständig zu erstatten.

Jan.
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Jan ist der Hauptautor von beachtenswert.info und freut sich immer über Feedback. Mit journalistischer Erfahrung seit 2012, als Buchautor aktiv und mit großer Passion für das Weltenbummeln (mit Betonung auf Bummeln.)